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2026 – das Jahr der Wende

„Die Suizidgesellschaft“

Will die Menschheit überleben, muss sie sich zu einer ökologischen Weltpolitik durchringen, so wie Peter Fahr in einem Artikel schreibt.


So bin ich auch der ähnlichen Überzeugung, dass nur ein sofortiges Handeln den erneuten Absturz unserer Zivilisation weltweit verhindern kann.

Peter Fahr* schreibt:


„Wenn wir überleben wollen, müssen wir das nationalstaatliche Denken über Bord werfen und uns zu einer Weltpolitik durchringen, die den gesamtmenschlichen Werten wie internationaler Solidarität und Zusammenarbeit konkrete Priorität einräumt. Die Suizidgesellschaft, die auf den tönernen Füßen der Gewalttätigkeit steht, ist das Ergebnis einer geschichtlichen Verblendung. Über Hunderte von Generationen hinweg haben wir geglaubt, Siegen sei das höchste Ziel im Leben.“

Und damit hat Fahr völlig recht:


„Wir haben die vier Elemente gebändigt, Tiere gezähmt und der Flora Nutzpflanzen abgerungen. Wir haben Länder erobert und Völker unterworfen, Ureinwohner versklavt und Rassen ausgerottet. Wir haben Andersdenkende, Minderheiten und die Frauen diskriminiert. Wir haben Erze und Metalle zu Maschinen verarbeitet, die Schwerkraft überlistet, aus den Tiefen der Erde Öl gefördert und Atomkerne gespalten. Nachdem wir die Schöpfung bezwungen haben, vernichten wir sie nun. Aber diesmal werden wir als Sieger leer ausgehen.“

Wenn nur ein paar Fakten, welche ich in meinen Recherchen der letzten Jahre gefunden habe, zutreffen – und daran gibt es eigentlich keinen Zweifel mehr –, dann stellt sich nur eine ganz andere Frage: Ist das in dieser Realität, im System des Seins, überhaupt vorgesehen? Was ist Evolution? Was wirkt hier? Und warum? Was ist der Kosmos und was ist unser Sein an sich?


Wenn wir uns die nicht offizielle Geschichte der Zivilisationen unserer Erde ansehen, dann wird niemand mehr wirklich bestreiten, dass die sechs Faunenwechsel, welche in den letzten 546 Millionen Jahren stattgefunden haben, nicht nur immer wieder alle möglichen Arten von Dinosauriern zu Wasser, zu Land oder zu Luft ausgerottet haben, sondern auch Hochzivilisationen wie Lemurien, Atlantis und bestimmt noch einige andere, von denen die Mainstream-Archäologie nichts wissen will.

Inwieweit auch hier egoistisches Denken und Kriege mit Waffen von unglaublicher Zerstörungskraft, wie im indischen Mahabharata die Rede ist, zum Einsatz kamen, lässt sich wohl nur erahnen. Wenn wir die verglasten Städte der Ereignisse betrachten und die vielen Überlieferungen nicht als Fantasiegeschichten abtun, sondern als bare Münze nehmen, können wir dann sagen:

Willkommen im Club?



Nun stehen wir offensichtlich wieder vor so einem Ereignis, bei dem sich ein zweibeiniges humanoides Wesen aufgemacht hat, sich die Erde untertan zu machen, anstatt mit ihr zu kooperieren und in einer Win-win-Situation mit der Umgebung zu leben.


Unser Ego, das wohl durch die Möglichkeiten unseres falschen Denkens, besonders in der Wissenschaft, weiteren Zuwachs bekommen hat, hat noch immer nichts begriffen!

Seit knapp hundert Jahren haben wir erkannt, dass Materie so nicht existiert.

Dass es keine von uns unabhängige Welt da draußen gibt, wie wir es bisher postuliert haben. Erst ganz langsam begreifen immer mehr Forscher, dass wir nichts über diese Wirklichkeit hinter unserer Realität wissen und dass unsere Realität keine physische Realität ist, sondern nur eine geistige Projektion nach außen.


Das wahre Ziel der Evolution ist nicht der Sieg des besser Angepassten, nein. Alles deutet darauf hin, dass das Lebendige lebendiger werden soll, um die Spielvarianten zu erhöhen. Kreativität, Kunst, Austausch und Beziehungen, aber vor allem die Liebe zu fördern. Es gibt nur Subjektivität ohne Grenzen. Wie Prof. Dr. Hans-Peter Dürr so treffend formulierte: „Die Frage, was ist, darf nicht mehr gestellt werden, die Frage, was passiert, geht noch …“


Was bedeutet das alles? Es bedeutet, dass die Gegenwart das Einzige ist, das kein Ende hat, und dass es nur das Dazwischen gibt. Nichts, was miteinander verbunden ist, sondern nur Verbindung. Ein System, das nur im Gesamten wirkt, ohne Unterlass.


Handlungen, welche auf Abgrenzung, Ausgrenzung, Egoausbildung und Missionierung, die Macht des Stärkeren – „The winner takes it all“ – hinauslaufen, sind Auslaufmodelle der Realität.

Was wir nun zeitgeschichtlich erleben, ist auf der einen Seite – für dieses materialistische Weltbild – eine Katastrophe immensen Ausmaßes. Die „Krone der Schöpfung“ war sich sicher, sie würde die Welt in den Griff bekommen und durch (einseitig forschende) Wissenschaft, die ohne die spirituelle Komponente auskommt, eine Zivilisation aufbauen, die eine großartige Zukunft ohne Kriege, ohne Zerstörung, mit einem langen Leben voller Gesundheit vor sich hat.


Und zum anderen ein langsames Wiederaufbäumen unseres Geistes, der nicht begreifen kann, was und wie alles passiert. Ein Geist, der erkennt, dass er nicht seine Gedanken ist, der fühlt, dass hier etwas an unserer Realität nicht stimmt. Dass wir von der Politik, von der Wirtschaft und auch von den Religionsgemeinschaften für deren Ego-Nutzen belogen, betrogen und verraten sowie verkauft wurden. Zu Konsum verbannt und am eigenen Denken behindert.


Und jetzt der Schock! Die einen wollen es nicht wahrhaben und sagen, an diesem Klimawandel, an dem exponentiellen, beschleunigten Aussterben der Flora und Fauna könne doch unmöglich allein der Mensch schuld sein, und posten irgendwelche Zitate von Forschern, die mit ihren absonderlichen Thesen gegen die gesicherten Erkenntnisse argumentieren.


Und die anderen, deren Hauptangst darin besteht, in der kommenden Krise ihre Vermögen, ihre Sicherheit, ihre SUVs und ihre Häuser zu verlieren. Dabei haben alle übersehen, dass es nichts zu bewahren gibt, nichts gibt, was man festhalten kann, sondern dass diese Evolution des Bewusstseins immer wieder neue Spielarten des Seins hervorbringt, um dem Ziel zu dienen: die Variationsbreite des Lebendigen zu erhöhen.


Dabei ist es egal, wenn dazu mal ein Re-Start nötig ist, um dies zu erreichen. Eine zielgerichtete Evolution einer kreativen geistigen Lebendigkeit.

Denn es gibt keine wirkliche Vergänglichkeit, und unser westlich geprägtes materialistisches Bild von der Realität ist einfach falsch.


Diese Realität ist eine virtuelle. Unser Sein ist kein physisches Sein, sondern ein geistiges. Unsere Realität ist nur eine von vielen. Unser Tod ist kein Ende unseres Seins, sondern eine Metamorphose in eine andere Seins-Ebene. Advaita!


Wenn dieses größere holistische Bild der Wirklichkeit langsam Einzug hält in unsere DNA, wird dies automatisch zu einem neuen Denken mit einer neuen Ethik und neuen Handlungsmustern führen.

Das Spiel des Seins kennt nur Potentialität und die unzähligen Möglichkeiten, sich zu wandeln und zu verändern. Wahres Sein kennt keine Grenzen, denn die Wirklichkeit ist grenzenlos.

Alle Grenzen, welche wir wahrnehmen – ob Körper, Horizont, unser Selbst, das Gegenüber oder meine Möglichkeiten –, sind alles nur gedachte Begrenzungen.


Die neuen Kinder der neuen Zeit werden diese Grenzen erweitern, und wieder wird eine neue „intelligente“ Spezies weiter an dieser virtuellen Realität programmieren und ihre neuen Möglichkeiten austesten. Sich in Beziehungen üben, ihr Sein weiter begreifbarer machen.

Neue Arten, neue Flora und Fauna. Aber auch neue Kooperationen, auch mit Wesen aus anderen Sphären und Realitäten, werden dieses Spiel bereichern und neu herausfordern.

Das alles scheint undenkbar zu sein – ja, für unser derzeitiges Bild vom Sein, aber nicht für die Wirklichkeit.


Mögen die Spiele beginnen!


Johann Nepomuk Maier

Autor, Moderator und Filmemacher


*Peter Fahr

  • Er ist ein in Bern lebender Autor und Dichter mit einem vielseitigen literarischen Werk, darunter Gedichte, Kurzgeschichten, Essays und Hörspiele.

  • Sein Werk behandelt häufig zeitkritische Themen wie Gesellschaft, Natur, Politik, Religion und menschliche Existenz.

  • Er ist Mitglied verschiedener Schriftsteller-Verbände wie dem Deutschschweizer PEN-Zentrum und anderen Autorenvereinigungen

 
 
 

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