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  • Nepomuk Maier

Perspektiven-Wechsel


Es wird zurzeit viel über Klima und die Umwelt diskutiert. Greta Tunberg ist es gelungen, dieses Thema, das seit dem ersten Bericht von dem Club Rome Anfang der 70er Jahre eigentlich öffentlich bekannt ist, wieder auf die Tages-Agenden der Weltpolitik zu bringen. Und nun nimmt die Spaltung unserer Ansichten, was die Wahrheit ist, was tatsächlich passiert und wie die Zukunft aussieht, immer weiter zu. Die einen leugnen die menschengemachte Klimaveränderung und die anderen, sehen Greta als Spielball von irgendwelchen „Dunkelmächten“. Frau Merkel wirft Greta vor, dass sie alles viel zu negativ sieht und nur ein Panikszenario postuliert und bei ihrer Wutrede, keine Lösungen für die Klimarettung vorgeschlagen hat. Diese Aussage von Frau Merkel ist schier unglaublich, denn hierzu gleich Lösungen zu präsentieren ist nicht die Aufgabe einer 16-Jährigen. Wie immer in der Geschichte der Menschheit, soweit hier Überlieferungen in schriftlicher Form vorliegen oder durch archäologische Funde belegt werden können, haben wir nix noch nie etwas im Verhalten der Natur gegenüber dazugelernt. Wir haben es geschafft, unsere Interessen über alle unsere Mitbewohner-Flora und Fauna – zu stellen und dies durch den Turbokapitalismus auch noch bis ins kleine Detail zu perfektionieren. Immer wieder machten intelligente Forscher, wie der verstorbene Prof. Dr. Hans-Peter Dürr, darauf aufmerksam, dass er die Wirklichkeit keine berechenbare Maschine ist, sondern, ein lebendig Kreatives, das zielgerichtet agiert, und zwar in der Hinsicht, dass das Lebendige lebendiger werden soll – durch Differenzierung und dann durch die Kooperationen der vielen Lebewesen untereinander. So wie unser Organismus aus über 20 Billionen Zellen besteht, die sich alle permanent wandeln, sterben und neu wieder entstehen, dennoch ein gemeinsames Ziel verfolgen, unseren Körper optimal als lebendige Entität aufrechtzuerhalten. Wir haben erkannt, dass die Natur nicht von einem blinden darwinistischen Prinzip, wie Ursache und Wirkung etc. angetrieben wird – auch wenn viele Evolutionsforscher das gerne so hätten – sondern, als ein ganzheitliches holistisches Lebewesen agiert. Wir haben gelernt, mit der „Mittelwertphysik“ zu rechnen und erkannt, dass im Chaos die implizierte Ordnung liegt und damit künftige die Richtung des Wirkens angibt. Wir haben erkannt, dass Materie nicht existiert, sondern nur als Metapher für unser Realitätserzeugung dient. Wir haben erkannt, dass wir hier in einer virtuellen Realität leben, die es uns ermöglicht, über viele Leben hinaus, auch in vielen weiteren Realitäten, geistig in die Liebe hin zu wachsen und bedingungslos zu kooperieren. Wir haben erkannt, dass ein Mensch ein soziales Wesen ist und unser Sein nicht mit dem Rand des Köpers endet, da diese Grenze auch nur eine Metapher für die Realitätsgestaltung und Interaktion mit dem Umfeld dient. Wir wissen, dass wir alles aus demselben Stoff sind: Dem Bewusstsein und deshalb nicht vergehen können. Dennoch haben wir uns seit der Steinzeit einem einzigen Weg beschrieben, uns von der Natur abzugrenzen und die Spaltung zwischen Sein und Wirken zu erhöhen. Sich das Recht herauszunehmen, die Grenzen nicht nur geistig zu erstellen, sondern physisch in Jagdgebiete, Stammesgruppen, Sippschaften und Ländergrenzen aufzuspalten. Viele tausende Hominiden-Rassen vor uns, die auch ein Ausdruck dieses kreativen Wirkens im Hintergrund waren, haben unzähligen Versuche und Verzweigungen eingeschlagen, das sich ein Wesen weiterentwickeln kann, um dort nahtlos anzuknüpfen, um dieses lebendige Wirken auszuweiten. Nur im Zusammenspiel mit vielen weiteren Intelligenzen in diesem Kosmos wird es gelingen, die BioContainer Entitäten so zu hybridisieren, um wiederum das Lebendige, ein weiteren Schritt lebendiger werden zu lassen. Die Beschleunigung des Wirkens und der Kooperation des Andersseins, das durch ihre andersartige Denk- und Handlungsweisen die Variationsbreite des Spiels erhöht. Der Mensch mit seinem derzeitigen BioContainer in diesem Spiel des Seins, unsere Art zu denken und zu agieren, hat seinen Zenit erreicht. Wie so oft in der Geschichte der Evolution wird nun der nächste Faunenwechsel kommen. Wiederum wird diese kreative Lebendigkeit den nächsten Schritt in der Weiterentwicklung eines schöpferischen Wesens starten. Obwohl dieser nahtlose Übergang aus der Perspektive, anderer nicht irdischer Intelligenzen schon lange läuft und mit injiziert wird, wird wieder nur eine weitere Stufe, dieser Metaphern-Grenze des Seins, ausgeweitet werden. Immer mit dem Ziel: Mehr Intelligenz, mehr Individualität, mehr Kreativität mehr Kooperationsfähigkeit, durch mehr Differenzierung.

Betrachten wir nun diese Geschehnisse unsere Zivilisation nicht als Super-Gau, sondern als Neugeburt. Dieser entelechische Prozess ist der Ausdruck einer nie endenden Kraft des Bewusstseins. Wir kennen dies aus vielen Beispielen: Wenn die Raupe zum Schmetterling wird oder wenn unser Selbst den BioContainer verlässt und sich dann erneut auf den Weg macht, in einem erweiterten BioContainer, das Spiel in Richtung universelles Verständnis voranzubringen. Aus der materialistischen Sichtweise ist diese Endzeit natürlich schrecklich und menschen-feindlich. Aber die Natur kennt unsere Ethik nicht.

Es gibt keinen bösen Wolf oder einen dummen Baum. Kein Insekt, das Intrigen treibt oder ein Käfer der sich austobt. Diese menschlichen Denk- und Handlungsmuster sind wiederum nur Metaphern, um diese unsere Realität mit Leben zu füllen und die Variationsbreite des holistischen Seins zu erhöhen. Die Macht der Finanz- und Wirtschaftselite wird ihr Verhalten nur soweit ändern, wie es die Politik vorgibt. Und die Politik ist gefangen, in allen Varianten von kommunistischen, demokratischen und korrupten Systemen. Alle 196 Länder dieser Erde, von einer Idee zu überzeugen, dass es nur einen gemeinsamen Weg in die Zukunft geben kann und das dafür nur mehr wenige Jahre zur Verfügung stehen, um diese Stufe der Evolution des Menschen zu bewahren, wird nicht gelingen. Das ist in der Natur der Wirklichkeit auch nicht vorgesehen. Wie der große Wissenschaftspublizist Hoimer von Ditfurth schon in den 80er Jahren richtig erkannte: Wir sind nicht nur von dieser Welt, sondern auch Wesen des Übergangs! Also lasst uns die Perspektive auf das aktuelle Geschehen verändern!


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